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Schwitzwasser
früher und heute im Vergleich
Früher
In der Vergangenheit waren einfache Holzfenster
ohne Isolierverglasung, Holzfußböden, Ofenheizungen und
saugfähige Tapeten üblich. Die Einrichtung bestand weitgehend
aus Holz und ließ große Wandflächen frei. Gardinen
und Polsterungen, Bettzeug und Kleidung bestanden aus Naturfasern,
die ebenfalls Feuchtigkeit speicherten. Die Luftfeuchtigkeit in
den Räumen wurde aufgenommen und nach außen weitergeleitet.
Das Heizen mit Holz- und Kohleöfen verbrauchte außerdem
die Innenluft, so dass durch die Fensterfugen kühle und trockene
Außenluft nachströmen konnte.
Heute
In unseren Tagen sorgt moderne Technik für Bequemlichkeit.
Häuser und Wohnungen sind zentralbeheizt und bieten isolierverglaste
Fenster, Fußböden aus Kunststoff, waschfest gestrichene
Zimmerwände oder dauerhafte Beschichtung durch Tapeten lassen
keine Feuchtigkeit durch. Große Wandflächen werden durch
umfangreiche Schrankelemente verdeckt. Polyester macht die Möbel
kratzfest, aber auch wasserundurchlässig. Die kühle und
trockene Luft von außen kann wegen der guten Isolierungen
nicht einströmen. Das alles führt dazu, dass heute die
Luftfeuchtigkeit in Innenräumen deutlich höher liegt.
Speziell
bei Dachflächenfenstern
Dachflächenfenster sind der
Witterung wesentlich stärker ausgesetzt als Fassadenfenster.
Schnee, Hagel, Regen und Sturm kühlen sie stark ab. Außerdem
liegen sie im oberen Bereich von Haus oder Wohnung. Die feuchtwarme
Luft innerhalb der Gebäudehülle, die nach oben steigt,
kühlt sich an den Dachflächenfenstern ab und kondensiert
an den Fensterscheiben.
Dazu kommt noch, dass die Heizkörper nicht direkt unter den
Dachflächenfenstern angebracht sind. Somit wird die Feuchtigkeit,
die an der Glasscheibe entsteht nicht von der warmen Heizkörperluft
aufgenommen und abtransportiert.
Besonders in Nassräumen,
ist die Lüftung direkt nach dem Baden/ Kochen usw. sehr wichtig.
Das Öffnen der Zimmertüre genügt
meistens nicht, denn dabei wird die Luft nur bis auf Türhöhe
ausgetauscht. Und im Dachfensterbereich bleibt die feuchte Luft
vorhanden. Deshalb sollte nach dem Duschen/Baden, Kochen, usw. das
Fenster zur Stoßlüftung geöffnet werden, um den
Luftaustausch bis unter das Dach zu gewährleisten.
Die Dauerlüftungsklappe
sollte nur im Sommer Verwendung finden, für die Lüftung
im Winter ist sie nicht effektiv genug. Ausserdem kann Flugschnee
bei geöffneter Dauerlüftungsklappe eindringen.
Abhilfe
Richtiges
Lüften
Durch die Lüftung soll die feuchte Innenluft durch trockene
Außenluft ersetzt werden. Am besten stellen Sie dafür
mehrmals täglich Durchzug her, indem Sie die Fenster für
5-10 Minuten weit öffnen. Kipplüftung ist nicht zu empfehlen,
denn ein kompletter Luftaustausch benötigt dabei ca. eine Dreiviertelstunde.
In dieser Zeit kühlen Wände und Möbel so stark aus,
dass für das Wiederaufheizen sehr viel Energie verbraucht wird.
Richtiges
Heizen
Zentralheizungen wirken schwerfälliger
als Ofenheizungen. Während der kalten Tageszeit schaffem sie
nur dann eine angenehme Raumtemperatur, wenn in allen Räumen
schwach, dafür aber ständig geheizt wird. Wird dagegen
nur am Abend stark geheizt, können sich Wände und Möbel
nicht komplett erwärmen. Sie haben sich in der ungeheizten
Zeit zu stark ausgekühlt.
Gleichmäßiges
Beheizen spart nicht nur Heizkosten, sondern Sie sorgen damit auch
für ein angenehmes Raumklima und weniger Kondensatbildung.
Zusammenfassende
Empfehlung für Heizen und Lüften
In
"normalen" Wohnungen
Durchzugslüftung
(Stoßlüftung) von 5-10 Minuten
mehrmals täglich lüften (3-4 mal)
Kipplüftung (Spaltlüftung) während der Heizperiode
vermeiden
Dauerlüftungsklappe während der kalten Jahreszeit
geschlossen halten
Wärmeabgabe der Heizkörper nicht durch Möbel
oder Vorhänge behindern
freigesetzten Dampf sofort nach außen abführen
Zusätzlich
in Feuchträumen
Türen
geschlossen halten, damit sich die Feuchtigkeit nicht in der Wohnung
verteilt
keine zusätzliche Luftbefeuchtung durch Verdunster o.ä.
Türen zu weniger geheizten Räumen geschlossen halten
Möbel mit etwas Abstand an die Außenwände
stellen
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